Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Zusammenschlüsse von Gemeinden - die anstehende Entscheidung

Beim Ältestentag am 8. Oktober haben wir uns grundsätzliche Entscheidungen vorgenommen.

Zusammenschlüsse von Gemeinden

Derzeit besteht unsere Region Fürstenwalde aus sieben Kirchengemeinden (Siehe Bild – Bitte klicken Sie auf das zweite Bild oben, um es komplett anzuzeigen). Fünf von diesen Kirchengemeinden haben weniger als 300 Gemeindeglieder. Die Mitgliedertendenz ist in allen Gemeinden – wie fast überall anders auch – rückläufig. Andererseits steigen die Anforderungen an Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie eine Kirchengemeinde sie bildet, weiter an. Es sei dabei nur als Beispiel auf die Bereiche Datenschutz und Umsatzsteuer verwiesen.

Um diese Anforderungen auf breitere Schultern zu verteilen und das Gemeindeleben vor Ort von bürokratischer Verantwortung zu entlasten, hat die Landeskirche im April ein Gesetz über die kirchengemeindlichen Strukturen erlassen. Darin ist die Vorgabe enthalten, dass Kirchengemeinden, also solche mit Körperschaftsstatus, je nach Form ihrer Organisation mindestens 300 bzw. 500 Gemeindeglieder haben müssen.

Da der überwiegende Teil der Gemeinden in unserer Region diese Grenze nicht erreicht, sind wir nun gefragt, Gemeindebereiche miteinander zu verbinden und größere Körperschaften zu bilden. Dafür ist seit einem knappen Jahr die Regionalgruppe Struktur im Gespräch, um Vorschläge für Modelle zum Zusammenschluss vorzulegen.

Die wesentlichen Kriterien, die bei der Auswahl der Vorschläge eine Rolle spielten, waren folgende:

  1. Die Haltbarkeit: Es soll nicht in fünf Jahren zu neuen Veränderungen kommen, da dies Zeit, Kraft und Motivation binden. Anhand von Prognosen über die Entwicklung der Gemeindegliederzahlen, soll Stabilität für mindestens 20 Jahre gewährleistet sein.
  2. Die Gremien: Über die Bildung von Pfarrsprengeln, sowie den kreiskirchlich angestoßenen Regionalprozess, sind immer mehr Gremienebenen entstanden. Eine neue Struktur sollte möglichst wenige und sinnvoll verteilte Gremien enthalten, um unnötige Überorganisation zu verhindern.
  3. Die gewachsenen Bezüge: Dort wo Gemeinden sich bereits verbunden haben oder zusammenarbeiten sollten keine Grenzen wieder aufgebaut werden, indem die Gemeinde geteilt wird. Bereits bestehende Strukturen sollen soweit möglich respektiert werden.

In der Diskussion haben sich drei Modelle als mögliche Varianten herausgebildet.
Diese sollen hier kurz vorstellt werden. Im Bereich der Downloads befindet sich eine tabellarische Übersicht über die verschiedenen Punkte, die für unseren Zusammenschluss in der Region sinnvoll erscheinen.

Eine Gemeinde (Modell "1") > bei den Bildern oben mit eingefügt

Der Zusammenschluss zu einer Gemeinde ist das Modell mit der größten Veränderung, da alle Gemeinden sich in diesem Fall zu einer Körperschaft zusammenschließen würden. Der Abbau von bürokratischem Mehraufwand, vor allem für die hauptamtlich Mitarbeitenden, wäre hier am deutlichsten spürbar. Es wären auch die wenigsten Gremien notwendig, nur ein gemeinsamer (übergeordneter) GKR, sowie Ortskirchenräte (OKR) in den jeweiligen Orten. Andererseits beinhaltet diese Möglichkeit auch die größten Herausforderung in einer ausgewogenen Vertretung im GKR und der regionalen Arbeit.

Dieses Modell könnte Bürokratie innerhalb der Region reduzieren. Und klare Strukturen für Ansprechpartner schaffen. Wir würden die Verantwortung miteinander teilen und hoffen auch Vertrauen, und eine gute Balance, sich gegenseitig zu beteiligen und Kompetenzen und Wissen vor Ort zu nutzen, ist dabie weiterhin wesentlich.

Spreebrücke (Modell „2“ – zwei Gemeinden ) > bei den Bildern oben mit eingefügt

Der Zusammenschluss des Pfarrsprengels Fürstenwalde und Umland zu einer Gemeinde, sowie der Bestand der Martin-Luther-Gemeinde Fürstenwalde-Süd bildet die Gemeindegrenzen an der Spree entlang. Diese Möglichkeit entspricht dabei stark der aktuellen Arbeitsweise und der Pfarrstellenverteilung. Durch diese Verbindung ließe sich zumindest der Pfarrsprengelrat auflösen, da dieser dann mit dem entstehenden GKR im Nordbereich identisch wäre. Die Zusammenarbeit der dann beiden Gemeinden verläuft bisher allerdings noch nicht optimal, ein Regionalrat wäre für den weiteren Ausbau notwendig. Außerdem entsteht in dieser Variante in den Gemeindegliederzahlen ein Ungleichgewicht in der Region.

Zwei Argumente, die gegen dieses Modell sprechen: Es erschließt sich Menschen außerhalb der Gemeindestrukturen kaum, warum es innerhalb von Fürstenwalde zwei evangelische Gemeinden gibt und der bürokratische Aufwand für gemeinsame Projekte in der Region und Stadt bliebe, wie bisher.

Drei Gemeinden (Modell „3“) > bei den Bildern oben mit eingefügt

Wenn nur die Dörfer des Pfarrsprengels sich zu einer Gemeinde zusammenschließen würden, gäbe es mit der Martin-Luther-Gemeinde und der Domgemeinde drei Gemeinden in der Region. In den Dörfern wäre eine ausgewogene Vertretung ohne große Schwierigkeiten umsetzbar. Andererseits ist die Haltbarkeit dieses Modells auf vermutlich gut 20 Jahre beschränkt, also deutlich kürzer als die anderen Modelle. An der nötigen Gremienvielfalt würde sich nichts verändern und die dann sinnvoller Weise auf den Dörfern anzusiedelnde Pfarrstelle würde stark an Attraktivität einbüßen. Der Aufwand für gemeinsame Projekte bleibt hoch und der Verwaltungsaufwand im Hintergrund dazu ebenfalls.

 

Für die meisten Gemeindeglieder vor Ort erwarten wir bei allen drei Modellen einer anderen Struktur kaum merkliche bzw. keine wesentlichen Veränderungen.

In der Diskussion der Vorschläge in den Gemeindekirchenräten der Region hat sich gezeigt, dass es eine Tendenz in Richtung des Zusammenschlusses zu einer Gemeinde gibt. Die Entscheidung dazu werden wir aber erst am 8. Oktober bei einem Ältestentag mit gemeinsamer GKR Sitzung treffen.

In jedem Fall empfiehlt die Strukturgruppe eine Satzung bzw. Vereinbarung für die neue Gemeinde(n) in der Region, damit sich alle gut wiederfinden.

 

Herzliche Grüße an alle interessierten Leserinnen und Leser
von der Regionalgruppe Struktur.

Mit Fragen können Sie sich gern an uns wenden.

In dieser Regionalgruppe arbeiten mit: Tabea Oelze, Susanne Rabe, Albrecht von Alvensleben, Beatrix Oppermann, Jörg Gohlke, Pfarrer Dr. Lennart Schirr, Pfarrer Jessa, Pfarrerin Rahel Rietzl

 

 

 

 


AnsprechpartnerIn

Downloads