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12.03.2019 19:00 Alter: -52 days
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"Graben für den Frieden - Die Bausoldaten in der DDR"

12.03.2019 - 19:00 Uhr

Treff im Dom - Dienstag, 12. März2019 – 19 Uhr Dom St. Marien – Fürstenwalde / Spree


 Treff im Dom - Dienstag, 12. März2019 – 19 Uhr
Dom St. Marien – Fürstenwalde / Spree
Achim Beier, Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.


In der DDR gab es für Wehrpflichtige kein verfassungsmäßiges Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Glaubens- und Gewissensgründen. Ab September 1964 trat aber eine Anordnung in Kraft, durch welche sich Wehrpflichtige auf „religiöse Anschauungen“ oder „ähnliche Gründe“ beriefen und in der Nationalen Volksarmee einen waffenlosen Dienst als Bausoldat ableisteten. Dies war im gesamten Ostblock die einzige Möglichkeit eines waffenlosen Wehrdienstes.

Achim Beier wird in die Ausstellung im Dom einführen und dabei etwas zur Geschichte der Bausoldaten, den verschiedenen Phasen des Einsatzes und dem Stellenwert innerhalb der NVA sagen. Er ist Jg. 1964 und war 1988/89 in Mersebung Bausoldat.

Ausstellung

4. März – 4. Mai 2019
Dom St. Marien – Fürstenwalde / Spree
GRABEN FÜR DEN FRIEDEN ? -
Die Bausoldaten in der DDR
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Haus der Demokratie

Die Wanderausstellung „Graben für den Frieden? – Die Bausoldaten in der DDR“ arbeitet die Geschichte einer vom Staat und von der Gesellschaft marginalisierten „Gruppierung“, unter Verwendung bisher nicht veröffentlichte Fotos und Dokumente historisch auf.

Entsprechend einer „Anordnung des nationalen Verteidigungsrates der Deutschen Demokratischen Republik über die Aufstellung von Baueinheiten im Bereich des Ministeriums für Nationale Verteidigung“ im September 1964 konnten Wehrpflichtige  in der Nationalen Volksarmee einen waffenlosen Dienst als Bausoldat ableisten. Dies war im gesamten Ostblock die einzige Möglichkeit eines waffenlosen Wehrdienstes.
In der militarisierten, durch Propagierung von allen Militärischen geprägten Zivilgesellschaft mussten Waffendienstverweigerer dennoch mit Diskriminierung und Stigmatisierung rechnen.