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07.05.2019 19:00 Alter: -43 days
Kategorie: Startseite, Veranstaltungen-Dom
Von: Jörg Hemmerling

Dom Fürstenwalde | Vortragsreihe Treff im Dom

07.05.2019 - 19:00 Uhr

Was ist der Preis für unseren grenzenlosen Konsum - brauchen wir das wirklich und was können wir ändern?


Treff im Dom - Dienstag, 7. Mai 2019 – 19 Uhr
Dom St. Marien – Fürstenwalde / Spree

Christiane Albrecht, Referentin für Brot für die Welt in Berlin

 

Das halbe Hähnchen vom Grill für 2,99 Euro oder eine Hose für zehn Euro: Viele Konsumgüter gibt es mittlerweile für sehr wenig Geld. Die Preise für Waren des täglichen Bedarfs sind in den vergangenen Jahrzehnten im Verhältnis zu Arbeitslohn und Arbeitszeit erheblich gesunken. Wie kam es zu diesem Preisrückgang? Neben Automatisierung und Intensivierung der Landwirtschaft steckt eine wesentliche Antwort in einem Wort mit 14 Buchstaben: Globalisierung.

Globale Wertschöpfungsketten und die Wirtschaftspolitik wirken sich auf die Lebenschancen von Millionen Menschen aus. Die Kosten für unsere Niedrigpreise bezahlen vor allem Menschen, die in den Schwellen- und Entwicklungsländern leben: minderjährige Baumwollpflücker_Innen in Usbekistan, Näher_Innen in den Textilfabriken von Paraguay, die regelmäßig unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen bis zu 16 Stunden am Tag schuften oder Minenarbeiter in Brasilien, die das Erz abbauen, aus denen deutsche Autos gefertigt werden. Aber auch in Europa bauen die Regierungen zunehmend die Rechte von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ab und drücken die Löhne.

Mit dem Vortrag werden Informationen und Anregungen gegeben und folgende Fragen gestellt: Welchen Einfluss haben wir auf die globalen Wertschöpfungsketten und können wir mit unserem Konsum vielleicht auch etwas Gutes bewirken?

 

 

Christiane Albrecht ist Referentin für Brot für die Welt in Berlin-Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz. Sie ist für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Dazu gehört u.a. die Arbeit in Gemeinden, Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen sowie die Kooperation mit kirchlichen und außerkirchlichen Partnern für die Vermittlung von entwicklungspolitischen Inhalten. Themenschwerpunkte sind für die Nachhaltigkeitsmanagerin (M.A.) die Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO, der Faire Handel, kritischer Konsum und nachhaltige Ernährung.